Run an den Speck

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Geht laufen bei 33 Grad?!?!

Was zuvor geschah, am 28.06.2011, Tageshöchstemperatur von 35 Grad wird erwartet:

Hab ich mich doch glatt erdreistet, den Trainer anzusimsen, ob denn heute auch wirklich ne Fitnesslaufrunde stattfindet. "Aber sischer datt!" die martialische Antwort. Ich versuche mich bei ihm mit "leide so und Kopfschmerzen und überhaupt" ganz mädchenlike für heute zu entschuldigen, bequatscht mich dieser Kerl doch so derart, dass ich nur noch "Sir, yes, Sir, ich komme!" antworten kann. Oh oh... was hab ich da nur getan?! Warum kann ich nur so schlecht standhaft bleiben, wenn dieser Kerl mich bequatscht?! Er verspricht immerhin, keine Gemeinheiten heute, sondern Sparprogramm mit Kampfsportkoordinationsübungen. Aha! Ich freu mich drauf !

Und dabei leide ich doch wirklich soooo dermaßen, ich bin schon dreimal gar.
Ja, ich bin ein Weichei, ja, bin ein Mädchen, eine Uschi, ein Warmduscher und ein im Schattenparker, aber ich stehe dazu!

Und dann noch die vielen, vielen pösen Schöler heute, die andauernd fragen kommen, ob es denn heute Hitzefrei gibt... Ich mag nicht mehr!

Sollte ich das heutige Training überleben, werde ich morgen berichten, wie es war. Wenn Ihr in den nächsten 48 Stunden nichts mehr von mir hört... legt eine Gedenkminute für mich ein...*jammeroff*

20.30 Uhr, 28.06.2011, nach der Einheit:

Hier bin ich also, zurück gekehrt, noch lebend und irgendwie geläutert, weil ich:

1. kein Warmduscher mehr
2. ein Detlef-Übersteher
3. ein Döner-Dürüm-Entsager und
4. sowas von ein Schweinhund-Bezwinger bei 33 Grad geworden bin

Es war heiß, es war heftig, aber es war machbar. Detlef war heute sehr gnädig, aber trotzdem wars kein Lullibulli. Wollte mir danach, weil ich heute eh so wenig gegessen hab, nochmal einen Dürum gönnen, aber als ich die Dinger dann am Spieß sah, hatte ich irgendwie ne üble Assoziation. Daher hab ich nur dem Sohn was mit genommen. Ich hab auch einfach keinen richtigen Hunger. Und das genieße ich, solange es dauert. Dafür trinke ich viel und freue mich, dass die Klamotten schon ganz gut schlabbern. So kann es weitergehen. Gleich noch ne schöne Dusche und einen Eiweißdrink und dann früh ins Bett. Herrlich.

Wenns morgen wieder kühler wird, werde ich wohl ein kleines Ründchen laufen gehen. Da hab ich jetzt schon irgendwie Bock drauf. Freitag gibts nämlich keinen Lauftreff, da gehts ab nach Hamburg. Endlich mal wieder raus!

09:08:56 am 29.06.2011 von maha2712 - Tagebuch - 4168 Kommentare

Kleine, feine Runde mit Dirk

Das Mucken in der Wade ist heute nicht mehr zu spüren gewesen, auch dem Knie gings heute gut. Gut, dass ich Freitag nicht zur Laufgruppe gegangen bin und mir die Regeneration gegönnt habe.

Der Tag mehr Pause hat scheinbar richtig gut getan, denn der heutige kleine Lauf gemeinsam mit Dirk, der gestern 17 fixe km hatte und heute nur ein wenig auslaufen wollte, war richtig gut! Trotzdem ich gestern einen Sündentag hatte, habe 5 kleine Bier auf dem Abiball getrunken und um 22.45 Uhr noch einen Big Mäc verspeist (was man halt so tut im halbvollen Kopp), ging es heute ausgesprochen sehr gut bei mir. Der klitzekleine Brummschädel war nach dem Kaffee weg und dann gings auch schon los, ohne Frühstück. Kein Zwicken und Zwacken, ich konnte munter drauf los plaudern und fühlte mich in keinem Moment überanstrengt. Wie schön, dieser Lauf hat doch wieder mal richtig Spaß gemacht und die pace von 6:45 hätte ich niemals erwartet, weil es so easy lief. Hatte sich angefühlt wie ein 7:30er Schnitt, echt!

Heute nachmittag gehts auf nach Eupen zum Musikmarathon, Clueso und Beatsteaks sind u. a. dabei. Ich hoffe, meine Beine und mein Rücken werden es gut überstehen. Groß Lust hab ich ehrlich gesagt jetzt noch nicht. Aber...

Wünsch Euch allen einen schönen Sonntag!

13:10:41 am 26.06.2011 von maha2712 - Tagebuch - 226 Kommentare

Feiertagsrunde

Hm... also, so richtig klappen wills mir bei irgendwie noch nicht. Oder erwarte ich einfach wieder zuviel?
Möglicherweise waren es jetzt noch die Nachwehen der Fitnessrunde von Dienstag, dass die Beine doch noch etwas schwer waren. Doof irgendwie. Hatte schon morgens beim Aufstehen Schmerzen über dem rechten Knöchel innen, bis hoch Mitte Wade. Deshalb hab ich auch heute nochmal die Schuhe gewechselt und den Brooks genommen, der etwas weniger gepolstert ist. Aber der Schuh war sicher eher nicht das Thema. Ich warte echt auf den Tag, an dem die Fitnessrunde nicht mehr irgendwelchen Muskelkater in größtenteils unbekannten Körperregionen hervorruft. Da der Trainer immer sehr kreativ ist, kommen nahezu alle Bereiche dran, so dass es wirklich fast überall danach zwickt und zwackt. Das Dehnen im Anschluss fiel auch intensiver aus als sonst...

Geplant hatte ich eigentlich 10 km, wenns gut läuft auch gerne mehr. Relativ schnell war aber klar, dass ich es damit übertreiben würde und außerdem hab ich ja morgen auch schon wieder Lauftreff. Der rechte Unterschenkel muckte die ganze Zeit durch. So sind es leider nur 7 km geworden und das in einer 7:03er pace, km 4 und 6 haben mir den Schnitt versaut, aber hier waren auch die Hügel drin und die ärgern mich jedes Mal. Ich muss da mal gezielt gegen antrainieren.

Hatte mich heute auch etwas falsch angezogen; hab dummerweise ein kurzärmliges, sehr enges Winterunterhemd von Dirk erwischt, das doch dicker war, als es aussah. Es war zwar recht windig, aber so wie die Sonne raus kam, wurde es direkt fies warm. Zum Glück konnte ich sie Kraft meines Wünschens für die Dauer meines Laufs hinter die dicken, grauen Wolken verbannen .

Und jetzt tun mir beide Beine weh, die Knie mucken. Voltaren is schon drauf, Ibu is schon drin. Na ja, mal sehen. Ich denke, ich werde mir übrigens auch mal ein paar Kompressionsstrümpfe kaufen. Dirk hat zum Geburtstag welche bekommen, allerdings trägt er sie nicht beim Laufen, sondern bei seinen langen Autofahrten auf den Dienstreisen. Gestern hatte er sie an auf dem Konzert, da er dort sehr lange stehen musste und dann noch die Rückfahrt von Köln ca. 1 Stunde. Er meinte, es hätte ihm sehr gut getan und bei seinem 12 km Lauf heute merkte er überhaupt nichts von dem langen und anstrengenden Abend. Da ich ja auch größtenteils sitze über Tag, werde ich die auch mal ausprobieren. Wenns nix nutzt, schaden wirds sicher nicht.

Wünsch Euch noch einen schönen Feiertag

14:15:09 am 23.06.2011 von maha2712 - Tagebuch - 51 Kommentare

Boah.... ich bin sowas von groggy. War das heute anstrengend!!!
Ich fürchte, die 20 km vom Ergometer gestern haben mir doch ganz schön in den Beinen gesteckt.

Wie geplant, die erste Runde also mit Dirk am Teuterhof (67 Hm), waren schon ziemlich heftig. Dann hab ich überlegt, dass ich dort sicher keine 2. Runde schaffe, weil einfach zu hügelig, hat mich völlig demoralisiert. Ich also nach Haus gefahren, andere Weste angezogen, weil zu warm, anderen MP3 Player geholt weil wieder mal leer, und ab durch den heimischen Wald. Gleiche Runde wie Freitag, nur andersrum (44 Hm). Die Pause zwischendurch war scheinbar auch nicht so gut, die Beine waren ab da noch schwerer. Ganz langsam und nur mit der Musik im Ohr hab ich diese 2. Runde dann geschafft. Fürchterlich! Gott sei Dank sind diese Läufe eher selten. In Summe waren es dann 11,36 km und nur das zählt.

Euch noch einen schönen Sonntag :-)

13:24:38 am 19.06.2011 von maha2712 - Tagebuch - 89 Kommentare

Geht doch!

Am Freitag stand ja eigentlich wieder die Laufgruppe auf dem Plan. Es war der erste Tag nach der Darmgrippe, an dem ich mich wieder 100 % fit fühlte und freute mich auf den Lauf. 17.40 Uhr, ich mache mich gerade fertig zum Laufen, klingelt das Telefon und der Sohn ruft an. Will zuerst nicht ran gehen, wegen Zeitdruck, mach es aber doch. Er ist gut drauf, flachst rum und spannt mich ein wenig auf die Folter. "Tim, was gibts!?" frag ich leicht genervt, hasse es, zu spät zu kommen! Er: "Ich hab Post von Logo bekommen!" (Da hatte er Mittwoch ein Vorstellungsgespräch für eine Ausbildungsstelle) ... "Ich hab die Stelle!!!" Yeah, Tschakka, Yippiiii!!! Ich freue mich wie Bolle und klatsche mich mit Dirk ab, der sogar glänzende Äuglein vor Freude hat! Ich hüpfe durchs Wohnzimmer und rufe sofort noch schnell meine Mutter an, um die frohe Nachricht zu verbreiten.

Dann gehts im Schweinsgalopp zur Laufgruppe. Ich klebe beim Vordermann an der Stoßstange, verfluche alle roten Ampeln und schimpfe lautstark vor mich hin. Punkt 1 Minute vor 18 Uhr komme ich am Treffpunkt an, doch weit und breit keine Laufgrüppler in Sicht. Häääähh!!?? Was ist das?? Hmmm... auch keine Autos von den homies hier, also los sind sie wohl nicht ohne mich. Anderes Laufgebiet gewählt und vergessen mir Bescheid zu sagen, weil ich krank war?? Seltsam. Naja, im Freudentaumel um die Lehrstelle kann mich heut nichts mehr verärgern, so wende ich und fahre heim. Drehe ich eben dort meine Runde im heimischen Wald. War ich ohnehin schon länger nicht mehr...

Es regnet schon, als ich los laufe, aber es stört mich wie meistens nicht. Und heute schon mal gar nicht. Bin gespannt, wie es klappt nach der Zwangspause. Hoffentlich hab ich nicht zuviel power eingebüßt! Doch es läuft locker und leicht, die Beine sind fit und munter. Mit 50 Höhenmetern komme ich nach 43:28 min. 6,23 km später wieder am Ziel an. Pace somit unter 7. Was will ich mehr!? War ein schöner Lauf im Regen, beflügelt durch die frohe Botschaft.

PS: Wie sich am nächsten Tag raus stellte, hab ich mich wohl um eine Stunde vertan. Da wir ja jetzt keine Laufgruppe mehr sind, sondern zum Lauftreff hinzu befördert wurden, gehts jetzt immer erst eine Stunde später los. Peinlich. Aber ich hatte auch so einen tollen Lauf.

09:27:20 am 19.06.2011 von maha2712 - Tagebuch - 134 Kommentare

Um das doch arg bescheidene Wochenende, das eigentlich ganz anders geplant war und auf das wir uns so gefreut hatten, doch noch halbwegs zu nutzen, machte ich mich mit dem Schatzi dann heute gegen 16.30 Uhr zu einem kleinen Test-Läufchen auf. Da Dirk auch nicht ganz sicher war, ob er wieder 100 % fit ist, sollte ich dann der pacemaker sein. Wir liefen zügig los mit 20 Grad und Wolken, leicht drückend, die ersten drei Kilometer in einem 6:30er Schnitt, tendenziell bergab. Der Brustgurt nervte schon so sehr, dass ich ihn zur Hüfte runter schob, empfindliche Magengegend irgendwie. Dann wurde mir plötzlich ziemlich warm und ich bekam etwas Schmerzen im Magen, so als hätte ich den Hungerknurrer überschritten, was aber nicht sein konnte.

Bei km 4 am Freibad in Übach angekommen musste ich kurz gehen; die Oberschenkel fühlten sich an wie mit leichtem Muskelkater durchzogen, weich und schwummrig, irgendwie instabil. Nochmal kurz mitgelaufen und den Schatz dann doch allein weiter geschickt, Treffpunkt zum Einsammeln ausgemacht und somit war nach 5,6 km für mich heute Schluss. Der Puls (den Gurt hatte ich interessehalber wieder hoch genommen beim Ende des Laufs) kam nur sehr, sehr langsam wieder runter. Hab mir wohl doch etwas zuviel vorgenommen heute. So ein doofer Virus zehrt wohl länger, als man meint.

Ob ich mir demnach morgen schon die Fitnessrunde mit der Laufgruppe antue, glaube ich erstmal nicht.

Den Kniegurt hatte ich auch an; war bequem und hatte auch soweit keine Probleme mit dem Knie. Weiß allerdings auch nicht, wie es denn ohne gewesen wäre. Die Pause der letzten Tage hat dem Knie gut getan, ich hatte keinerlei Schwierigkeiten mehr.

Die Stimmung ist alles in allem grad nicht so doll bei mir. Liegt wohl an dem langen Wochenende, das wir mehr krank und genesend zu Hause verbringen mussten, als schön aktiv an der See. Zu allem Überfluss habe ich trotz der Magen-Darmgeschichte zu- statt abgenommen, was mir richtig die Laune vermiest.

Jetzt heißt es ab morgen wieder durchstarten. Zum 7.348 Mal starte ich den Versuch, abzunehmen. Denn -> mühsam ernährt sich das Schleichhörnchen, weil es eigentlich ein fastfood-junkey ist. Es kocht zwar gern (und auch gut), aber es geht nicht gern einkaufen, was eine sehr schlechte Kombination ist.

Irgendwie muss ich das in den Griff kriegen.

18:45:58 am 13.06.2011 von maha2712 - Tagebuch - 182 Kommentare

Besuch bei Pinkpop

Heut haben wir mal eine kleine Bewegungseinlage gestartet und sind, einen Steinwurf von uns entfernt, nach Landgraaf zum Pinkpopgelände gefahren. Da befindet sich der 2. höchste Punkt Hollands (der 1. ist der 3-Länderblick-Aussichtspunkt), mit seiner Skihalle. Von dort oben aus hat man einen tollen Ausblick auf das Festivalgelände. Also wir da hochjeschraawelt, wie man bei uns in Aachen sagt, dabei dann festgestellt, dass die pösen Peinschen doch noch sehr schlapp sind und die Puste recht mager ist. Also, fit is anders - blöder Virus ...

Oben auf dem Hügel hat man am Abend das Vergnügen, just for free, "wohltuende Kräuter" im Überfluss in der Luft zu erhaischen, so dass ein persönlicher Konsum überflüssig wird. Tief durchatmen reicht vollkommen aus und die Welt ist schön Topact des Tages sind heute die Kings of Leon, die um 21 Uhr auf die Bühne kommen. Das morgige Programm ist u. a. mit den Beatsteaks, Volbeat, Foo Fighters, Kaiser Chiefs und Thirty seconds to mars der burner.

Eine Runde durch das Festivaldorf gedreht und sogar einen Vibram-Fivefingers-Stand entdeckt! Da so in der Masse wurden die Beine dann doch ziemlich buttrig, so dass wir auch schon langsam wieder den Rückweg antraten. Ganz viele teils schwer Tätowierte und andere seltsame Freaks und Hippies gesehen, witzig.

Ob ich es schaffe, morgen zu laufen, stell ich noch mal so dahin. Heute gefühlt wäre es nicht gegangen.
Aber bis morgen sinds ja noch ein paar Stündchen

Anbei ein paar Impressionen...
Das Gelände Typisch holländisch Höllentreppe Das Dorf

Erstens kommt es anders...

... und zweitens als man denkt.

Anstatt auf dem Weg nach Vlissingen zu sein, sitze ich nun hier am Läppi und schreibe einen Eintrag, den ich gerne nicht schreiben würde.

Seit Mittwoch plagte mich bereits ein Druck auf dem Magen. Bei uns in der Schule herrschte wieder rege ein Magen-Darmvirus. Ich habe es wohl zu laut gesagt, dass ich durch die Lauferei und das viele an der frischen Luft sein wohl resistent geworden bin, trotz dreimaligem Klopfen auf den Schreibtisch. Abends waren wir mit Sohnemann Nr. 2, der seinen Führerschein bestanden hatte, mit dem Auto unterwegs und er kutschierte uns tapfer durch die Innenstadt von Aachen. Für Anfänger gar nicht ohne! Dort aßen wir einen Salat, der uns aber seltsamerweise gar nicht so schmeckte, wie beim letzen Mal. Der Druck im Magen erhöhte sich, und ich frage mich immer noch, warum ich nicht einfach aufgehört habe zu essen. Im Anschluss gings dann noch kurz in die Eisdiele, wo ich drei Kugeln draußen im frischen Wind verspeiste, der mir mehrfach eine Gänsehaut bereitete. Aber nix dabei gedacht.

Am Donnerstag immer noch ein Druck im Bauch. Der beste Hausmeister der Welt meinte zu mir, ich sei auch ein wenig blass um die Nase. Ohne wirklich Hunger zu haben, esse ich mit Dirk am Abend einen Dürum von einem neuen Türken. Schuster bleib bei deinen Leisten, fällt mir dazu nur ein. Es schmeckte nicht so gut.

Die ganze Nacht liege ich mit Wackersteinen im Bauch im Bett und schlafe mehr schlecht als recht. Gegen fünf Uhr in der früh muss ich raus, es geht los. Übelkeit und Durchfall. Schnell steht fest, dass ich so nicht zur Arbeit kann. Auch Dirk gehts nicht gut, ihm bleibt der Magen-Darmkram allerdings erspart, er hat nur Fieber und Gliederschmerzen. Die kommen bei mir im Laufe des Vormittags auch dazu. Ich weiß nicht, wie ich mich legen soll, alles tut mir weh. Gegen den Durchfall und die Übelkeit nehme ich 2 homöopatische Mittel, die mir intuitiv in den Sinn kommen und ab dem Nachmittag beruhigt sich die Situation. Aber ich fühle mich hundeelend. Ich beneide Dirk, der schläft und schläft und schläft.

Am Abend schauen wir ein wenig fern. Ohne Ibuprofen gehts nicht. Ich nehme noch eine, bevor ich ins Bett gehe, traue mich nicht, ein warmes Bier zu trinken, denn ich fürchte, mich dann doch noch übergeben zu müssen. Die Nacht klappt unerwartet gut und um 6 Uhr stehe ich erstmalig auf. Es geht mir besser. Ich habe auch endlich wieder Lust auf Kaffee, ein gutes Zeichen.

Tja, das Wochenende verläuft nun anders als geplant. Kein Vlissingen, kein privater Halbmarathon, den ich für mich mal angehen wollte.
Stattdessen Zwieback und Kamillentee.

Wie schön es ist, gesund zu sein, merkt man leider immer erst dann, wenn man krank geworden ist.


Besuche uns bei Facebooks Lauffreunden.

10:12:35 am 11.06.2011 von maha2712 - Tagebuch - 3877 Kommentare

Fitnessrunde mit der Laufgruppe

Merkstein. 23 Grad. 19 Uhr. Treffpunkt Laufgruppe.
Die Weicheier. Der Drill-Instructor. Der Plan: ein Fitnesslauf. Ich habs irgendwie geahnt...

Zur Begrüßung teilt uns der Trainer mit, dass er die Laufgruppe auf Grund hoher Nachfrage übergangslos dienstags und freitags fortführen wird. Dienstags heißt es dann jetzt immer Fitnessrunde = die Komfortzone verlassen, beißen, quälen und kämpfen. Fahrtspiel gekoppelt mit netten Rumpf- und Leibesübungen, bis die Muskeln brennen und der Schweiß fließt. Er meint, dass das mit der Zeit aber nachlassen wird, das mit dem Brennen der Muskeln...

Ich bin auf jeden Fall dabei, denn alleine kann ich mich schlecht bis gar nicht zu derartigen Quälereien aufraffen. Der Drill-Instructor hats echt drauf und ist sehr kreativ, ich fühle mich an Kabel1 erinnert - wer wird the biggest looser?

Der Lauf ist heftig. Schon beim zweiten Übungsstopp schwitzen und japsen wir einstimmig, wir, all die unbedeutenden looser. Ich habe das Gefühl, es ist kaum Sauerstoff in der Luft, hätte heute morgen nie vermutet, dass das Wetter heute noch so schön und warm wird. Diese Fitnessrunde zeigt uns deutlich, wie unfit wir doch immer noch sind und dass Laufen alleine nicht wirklich reicht. Umso schöner ist die Gewissheit, dass es weiter geht und diese Läufe nun regelmäßig stattfinden. Schön ist auch die Gewissheit, dass weder Kamerateam noch halb Deutschland dabei sind. Sport in der Gruppe ist doch ganz klar motivierender, wenn man sieht, (hört, und leider auch bei dem ein oder anderen riecht), dass es den anderen genauso schwer fällt. Geteiltes Leid ist wirklich halb so wild.

Im Anschluss gabs nen Döner Dürüm für mich - ich hab ihn quasi inhaliert; denn weil ich gleich nach der Arbeit wieder zum Frisör musste (die vier Wochen waren schon wieder um), hatte ich keine Zeit zum Essen, nur ne halbe Banane und die lag mir tatsächlich auf dem Magen.

Obst ist nämlich leider genauso wenig mein Ding wie Temperaturen über 20 Grad.

21:48:33 am 07.06.2011 von maha2712 - Tagebuch - 451 Kommentare

Schleichhörnchen on tour

Eigentlich war ich noch gar nicht so weit; der letzte Schluck Kaffee vermischt sich gerade noch genüsslich mit dem Toast, da macht der Schatz auch schon Stress. "So langsam müssen wir uns dann jetzt mal umziehen," drängelt er. Zuvor hatten wir ausgiebig diskutiert, wo wir laufen und wie der heutige Zeitplan aussieht. Eigentlich wollte ich neben einer Laufrunde auch noch mindestens 10 km skaten, und eigentlich wollten wir ursprünglich dafür nach Maasmechelen, aber meine Lust hielt sich auch auf Grund meiner immer noch im Sitzen vorhandenen Knieprobleme in Grenzen und eigentlich hab ich auch zum Laufen nicht so richtig Lust. Die Strecken, die sowohl schön zu laufen als auch gut zu skaten sind, sind hier leider rar gesät. Ich denke mal, ich laufe den HM in Hamburg wohl eher doch nicht mit, mangels erforderlicher Vorbereitung. Außerdem, wer soll denn dann den Schatz fotografieren, wenn er "den Halbmarathon seines bisherigen Lebens läuft", wenn er jetzt beim Tivoli-Lauf schon seine anvisierte Hamburg-Zielzeit erreicht hat. Ich fürchte, ich werde da noch die ein oder andere Stunde in der Nacht drüber sinnieren müssen, ob ich es tue oder nicht...

Immer noch nicht richtig wach schlurfe ich in die Waschküche und ziehe mir brav meine Laufsachen an. Ich bin dann noch kurz an den Rechner und schaue mal kurz ins www rein, dann ab ins Bad, Katzenwäsche, Deo, Zähneputzen.

Es hat die ganze Nacht geregnet, so dass bereits eine feuchte Schwüle in der Luft hängt. Wir kommen zur Haustür raus und da trifft mich schon ein leichter Schlag. Bäh is das warm! "Weißt du jetzt, warum ich endlich los wollte?!" schlaumeiert der fürsorglichste aller Ehemänner und ich gebe kleinlaut ein zustimmendes Mhhhhmm von mir. Auf deutsch-holländisch Avantis haben wir uns dann letztendlich als Laufgebiet geeinigt. Felder soweit das Auge reicht. Im Nachhinein wohl nicht die beste Wahl.

Auto abgestellt, Uhr gestartet und ab die Post. Wir wünschen uns gegenseitig viel Spaß und schon ist Dirk ruckizucki weg vom Fenster und ich frage mich, ob ich tatsächlich weiter laufen soll, schaue zu, wie er leichtfüssig von dannen schwebt, während ich gefühlt auf der Stelle trete. Augenblicklich bringe ich Begriffe wie "Schleichhörnchen" und "Rennschnecke" mit meiner Person in Verbindung; das schnaufende Walross und die schwangere Seekuh versuche ich schnell wieder aus dem Fokus zu nehmen. Es ist sooo schwül, der Planet über mir ist voll in seinem Element und Schatten ist erstmal weit und breit keiner in Sicht. Ich japse schon auf den ersten Metern. Gut, jetzt stell dich mal nicht so an, es sind nur 21 Grad und so ein Lauf ist optimal, sich an diese Temperaturen zu gewöhnen. Ich bin ausnahmsweise auch noch ohne Musik, die mich von dem Teufels-Denk-Kreislauf in meinem Kopf ablenken könnte, unterwegs. Kann lustig werden.

Die Hitze steht auf den Wegen, kein Lüftchen geht, flüssiges Salz kommt mir aus den Poren und es riecht um mich herum ein wenig nach Pisse, was wohl dem Regen zu verdanken ist. Im Wald würde es jetzt vermutlich ganz toll riechen. In Gedanken schnautze ich Dirk an, dem ich diese Situation hier ganz bestimmt und ausschließlich zu verdanken habe. Ich schleppe mich mühsam von Kilometer zu Kilometer und habe derweil ein unangenehmes Kribbeln im Bauch. Muss ich jetzt etwa auch noch aufs Klo?! Zu Hause hatte ich ja keine Zeit mehr dazu! Das fehlt mir jetzt noch, ich habe schließlich keine Tempos dabei! Wieder geht ein kleiner Fluch in Richtung Ehemann voran, einer muss ja Schuld sein. Da ich nicht davon ausgehe, dass der Bauernhof weiter hinten fremden Läuferinnen Kloasyl gewährt, entscheide ich mich zumindest für einen kurzen Pippi-Stopp, auch wenn er kaum der Rede wert ist, trinke zwei Schlucke aus der mitgeschleppten Wasserflasche, die mir der Ehemann aufgezwängt hat; es ist schon lauwarm und von Erfrischung daher keine Spur. Aus dem Feldweg wird ein Highway, die Felder werden zur Wüste und die krächzenden Raben verwandeln sich in hinterlistige Geier, die nur darauf warten, meine Schwäche auszunutzen, sich über ich herzumachen. Im Hintergrund höre ich leise "Spiel mir das Lied vom Tod". Halluziniere ich etwa schon?! Na komm, so heiß is es nu auch wieder nicht, fange ich meine Gedanken wieder ein.

Etwas erleichtert laufe ich weiter und versuche mich in Gedanken auf das Ende zu fokussieren. Ich stelle mir vor, wie ich nachher unter der kalten Dusche stehe und zu neuem Leben erwache, ich stelle mir vor, wie ich stolz meinen Lauf auslese und glücklich bin, weder abgekürzt noch aufgegeben zu haben, auch wenn es vermutlich ein 8:30er Schnitt sein wird, den ich gerade so mühselig abschleiche. So beiße ich mich durch und bedanke mich artig bei jedem Baum, der mir ein wenig Schatten spendet.

Nach korrekten 8 Kilometern bin ich am Ziel und das Salzwasser schießt mir aus allen Poren. Aber ich habs geschafft und der Stolz stellt sich auch langsam ein; die bösen Gedanken Richtung Ehemann sind auch verflogen und jetzt möchte ich nur noch unter die Dusche!

Zur Belohnung gabs heute noch einen Besuch im Outlet in Roermond und somit ein schickes, rotes Laufshirt von Falke (*pfeif* der Rest ist eher unwichtig...)

Dennoch, Laufen bei über 20 Grad ist echt nicht mein Ding!

19:24:20 am 05.06.2011 von maha2712 - Tagebuch - 2274 Kommentare

Ein Tag wie im Urlaub

Nach einem kurzen Frühstück gings mit gepackter Tasche heute früh in die Sauna. War das ein schöner Tag! Jede Menge Sonne und optimale Temperaturen mit frischem Wind - so läßt es sich aushalten. Ich fühlte mich wie im Urlaub und hatte heute endlich mal nirgendwo ein Zwicken oder Zwacken. Dieser Regenerationstag hat wirklich gut getan und war scheinbar auch richtig nötig.

Da ich erfreulicherweise morgen frei habe, werden wir wohl mal ins Städtchen fahren und ich hab außerdem noch die ein oder andere Erledigung zu machen. Die Laufgruppe fällt morgen Abend für mich aus, da Dirk und ich zum Bier- und Weinfest nach Aachen fahren, dort spielt die super Kombo Lagerfeuer.

Samstag steht wieder Reiten auf dem Plan und gelaufen wird erst wieder am Sonntag, vermutlich nochmal in Maasmechelen, wo ich dann im Anschluss auch noch ein Stück Skaten kann. Hamburg naht mit großen Schritten und ich bin immer noch nicht sicher, ob ich das wirklich drauf habe... Schaffen werde ich die 21 Kilometer in jedem Fall, aber die Zeit... Ich will ja nicht als Letzte da eintrudeln, wenn ich schon die doofen Protektoren und einen Helm tragen muss, die mich allemal mehr behindern als schützen im Falle des Falles :-/. Ich werds einfach mal versuchen. Just for fun und die Zeit ist doch egal. Dabei sein ist alles, oder?!

22:51:06 am 02.06.2011 von maha2712 - Tagebuch -
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