Womens Run Köln 2010


Mein Ziel war es, den WR mit einer 6 vor dem Komma zu finishen. Schon morgens schien die Sonne, es war kaum eine Wolke am Himmel zu sehen. Schlechtes Laufwetter für mich!

Um 13 Uhr luden wir Iris und Patricia am Park + Ride Platz in Broichweiden ein und ab gings nach Köln. Ich war nur mäßig nervös, fühlte ich mich doch ganz gut vorbereitet; lediglich das Wetter passte mir nicht so in den Kram, es war schlichtweg zu warm. Angekommen in Köln schleppten wir schon schwitzend unsere Taschen und holten erst mal die Startunterlagen ab. Von einer anfänglichen kleinen 411 musste ich somit auf eine 5342 (ohne Namen) umswitchen, da ich mich, auch in Anbetracht der Temperaturen, von 8 auf 5 Kilometer um entschied. Und das war gut so.

Die Stimmung in Köln war, wie auch im letzten Jahr, super; der Lauf wieder hervorragend organisiert. Dieses Jahr wurde der Teilnehmerinnenrekord erneut getoppt: es waren 4700 Anmeldungen und es wurde noch mit 300 Nachmeldungen gerechnet.

Im Startblock reihte ich mich ziemlich in die Mitte ein, da ich im letzten Jahr zu weit vorne war und gleich mächtig mit los geprescht bin. Das wollte ich diesmal vermeiden. Wie auch im letzten Jahr wurden die letzten 20 Minuten von kölschen Liedern begleitet, und das Letzte war auch diesmal "Jetzt gehts los, wir sind nicht mehr aufzuhalten!". Da kommt Freude auf. Der Startschuss fiel, die Ballons stiegen in den Himmel und erst mal ging recht wenig. Das Getummel war so groß, dass an Laufen nicht ganz zu denken war. Die Strecke wurde auch um 400 Meter weniger durch den Park gekürzt, so dass es gleich ans Rheinufer ging. Immer wieder blieben Läuferinnen einfach stehen und gingen weiter, es war schon recht anstrengend, immer im Slalom zu laufen. Der erste Teil der Strecke verlief ausschließlich in der Sonne, was ich als super schlimm empfand. Die Hitze, die vom Asphalt zurück strahlte, die Hitze von oben... ein Albtraum für mich. So nahm ich dann auch nach gut 2 Kilometern die Wasserstation in Anspruch und trank zwei erfrischende Schlucke im Stehen. Dann ging es in die Altstadt und endlich gab es ein bisschen Schatten. Immer wenn ich auf meine Uhr schaute, sah ich eine 7.irgendwas. Scheiße, ich war zu langsam, aber es ging einfach nicht schneller. Die Hitze und das Überholen kosteten einfach zu viel Kraft. Dann kam die Treppe an der Philharmonie. Hier gingen alle und ich auch. Jede Stufe schmerzte in den Beinen und es kostete enorm viel Überwindung, mit diesen schweren Beinen nach der Treppe weiter zu laufen, die Motivation war ziemlich im Keller, zumal die Hohenzollernbrücke wieder in der Sonne war. Zwischen Fußgängern, Inlineskatern und gehenden Läuferinnen schleppte ich mich so durch, da war ich ehrlich gesagt schon ziemlich fertig. "Lauf weiter, du schaffst das!" Versuchte ich mich immer wieder aufzurappeln. "Nur bloß nicht stehen bleiben, bloß nicht gehen!" Noch ein guter Kilometer und ich wusste ja vom Vorjahr, wie der sich hin zieht. Als wir wieder in den Tanzbrunnen liefen, war das Ziel fast vor Augen. Nochmal Gas geben war nicht mehr drin, so lief ich tapfer weiter und winkte noch für das Foto. Es war geschafft! Ich hätte nicht gedacht, dass es mir so schwer fallen würde! Umso schöner ist die Erleichterung, im Ziel angekommen zu sein. Und Iris und Patricia hatten es noch vor sich. Sie reihten sich dann auch weiter vorne ein, damit sie später besser weg kamen, was auch gut so war. Sie liefen eine hervorragende Zeit und waren am Schluss Nr. 167 und 168! Respekt!!

Es war ein recht langer aber schöner Tag, den wir mit einem Essen im Vapiano in Aachen (Köln war rappel voll!) ausklingen ließen. Ein dickes Dankeschön an meinen Schatz an dieser Stelle, der uns chauffierte, fotografierte und nicht zuletzt immer wieder motivierte und überall hin tapfer begleitete. Zu Hause angekommen gabs dann noch ein Bier, dann wurde noch schnell die Uhr ausgelesen. Nach dem ersten Schock, die Uhr hatte sich irgendwann wohl wieder eingeschaltet und zeigte etwas von 49 Minuten an(!), und einem Korrigieren vom Schatzi, kam dann die große Freude auf: Ziel erreicht, meine Zeit lag bei 6:55. Von 1158 zeitgemessenen Teilnehmerinnen wurde ich somit 631ste. Leider sind meine Startunterlagen irgendwo zwischen dem 1. und 2. Lauf und dem Duschen abhanden gekommen, so dass es dieses mal für mich kein Finisher-Täschchen und keine Urkunde gab :-(.

Auch wenn ich im letzten Jahr mit 6:44 besser war (Strecke lag bei 5,4 KM) war ich nicht unzufrieden. Es war einfach zu heiß für mich, um mehr zu geben. Und nächstes Jahr bin ich vielleicht so fit, dass ich mir doch den 8 KM-Lauf zutraue

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